Zwei Herzen, zwei Seelen – und viel Liebe
16 Aug

Zwei Herzen, zwei Seelen – und viel Liebe

Ich glaub sie mag mich. Die Tilly. Also er mag mich. Der Tilly. Denn die Tilly ist eigentlich ein Er. Einer, der sich wie eine Sie gebärdet. Der Chef sagt, er sei eine Transe. Im falschen Körper geboren. Aber wir lassen das mit der Gendertheorie. Schliesslich wollen wir auch diesmal kein Problem mit dem Churer Schwulenhasser und katholischen Kirchenmann Bischof Vitus Huonder.

Zurück zu Tilly. Der erste Tierarzt, Dr. med. vet. U. W. aus 8932 M. wusste nicht so genau, ob das junge Kätzchen nun Männlich oder Weiblich sei. Beim zweiten Tierarzt, Dr. med. vet. I. aus 5727 U. meinte Gattin Nina: «Du Hugo, das isch doch es Wiibli.» Der erfahrene Büsi-Doktor lachte, zeigte mit der Hand auf Tillys Schritt  und sagte lachend: «Nei, guck mal die Hoden!» Einige Minuten später waren sie weg. Im Kübel gelandet.

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Ein Jugendbild meiner zwei «Geschwister». Es wurde einige Tage nach ihrer Züglete an die Gänstelhalde aufgenommen. Genau am Montag, den 30. Mai 2011.

Tilly ist eine Bauernhofkatze . Seit fünf Jahren lebt sie beim Chef und bei Hanna an der Gänstelhald. Die Tilly hat noch einen Zwillingsbruder, den Tiger. Aber der ist oft on Tour. Manchmal über 20 Tage lang. Dann muss eine ehemalige Balletttänzerin ran. Arlette B. Die Tierkommunikatorin aus Muri AG nimmt dann mit Tiger Kontakt auf und schickt ihn heim. So geht das. «Und die Arlette, die kanns», sagt meine Hundetrainerin Selina Gloor. Und was Selina sagt, ist Gesetz. Im Fall.

Zurück zu Garfield & Co. Ich kanns gut mit den Katzen. Alles andere sind üble Gerüchte. Ich meine, warum soll ich ihnen ab und zu nicht bellend nachrennen? Etwas Training tut uns allen gut. Gebissen habe ich noch keine und ein so genanntes Herz-Chriesi erlitt meines Wissens auch noch keines der Büsi.

Aber der Chef verbietet mir das «Katzen-Jagen» strikt. Er meint, dass erzeuge böse Stimmung bei den Nachbarn. Ich weiss es nicht, aber möglicherweise hat er Recht. Wir waren dieses Jahr noch nie zu Besuch, tranken noch nie zusammen einen Apéro. Wenns wirklich so ist, dass ein Müllkind aus Griechenland Schuld ist, dann Guet-Nacht-am-Sächsi, wie wir Griechen zu sagen pflegen, wenn die Sonne glutrot in der Ägäis versinkt.

 

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