Bilbo, der Grieche
01 Nov

Bilbo, der Grieche

Ja. Ich bin ein Kosianer. So nennt der Chef die Strassenmischlings-Hunde aus Kos. Soll er. Mir ist das egal.

Gerettet haben mich die englischen Tierschützer Rita und Colin. Sie betreiben in Kos Stadt eine Hunde-Auffangstation und werden von Monika und Ernst Künzler, Wittnau AG unterstützt.

Und weil der Chef bei den Künzler herausgefunden hat, dass ihm kleine weisse Hunde gut tun, bestellte er mich. «Ich möchte auch einen kleinen weissen Hund, liebe Frau Künzler», soll er im Sommer 2013 bei einem Besuch gesagt haben. «Den bringen wir Ihnen mit», habe Monika zum Chef gesagt. Und so kam es, dass die Künzlers mich bei ihrem alljährlichen Besuch bei Rita und Colin kennenlernten, ins Herz schlossen und dann entschieden, «der kleine Mango kommt mit.» Mango hiess ich damals. Vermutlich war ich schon in den ersten Wochen ein süsses Früchtchen.

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Da war ich noch klein. So lernte mich der Chef bei Monika und Ernst Künzler am 15. Oktober 2013 kennen.

Die griechische Insel Kos in der östlichen Ägäis ist der kleinasiatischen Küste vorgelagert. Kos ist nach Rhodos und Karpathos die drittgrößte Dodekanes-Insel. Im Jahr 2011 wohnten 33 388 Menschen in Kos. «Und einige Tausend streunende, herrenlose und leidende Hunde», sagt Monika Künzler. «Das sahen wir bei einem Ferienaufenthalt 1995. Und diese Bilder konnten wir nicht einfach ausblenden. Darum unterstützen wir seit 1996 Jahren die Arbeit der englischen Tierfreunde Rita und Colin. Alljährlich verbringen wir einige Wochen in Kos. Wir helfen,retten ausgestossene und verwahrloste Hunde, bringen sie zum Tierarzt. Einigen dieser herrenlosen Geschöpfe bietet sich damit die Chance auf ein artgerechtes Hundeleben in der Schweiz. Wir erfüllen damit Familien oder einsamen Menschen den Wunsch nach einem Hund aus dem Tierschutz. Und die meisten staunen über das ausgezeichnete Sozialverhalten dieser vierbeinigen Freunde aus Griechenland.»

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Ich bin Bilbo

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