Hurra, keine Pillen mehr schlucken!
14 Mrz

Hurra, keine Pillen mehr schlucken!

Hurra, keine Pillen mehr schlucken!

So meine Lara, nun weiss ich wie das geht mit dem wurmCHECK. Gestern habe ich den Master of Science kennengelernt. Ins Labor durfte ich nicht. Der Chef ging mit, schrieb vieles auf und nachher zeigte mir Nicolas Stüdle am Computer, was Sache ist.

Also, die wurmCHECK-Röhrli kommen per Post. Sie werden kontrolliert, die Daten gecheckt und dann wird der eingeschickte Kot verdünnt. Ja, wäck. Aber pass jetzt auf.

Anschliessend analysiert ein blauer Computer die DNA, der in der Suppe gefunden Parasiten. Er amplifiziert sie. Was das genau heisst, müssen wir nicht wissen. Im nächsten Schritt isoliert ein anderer Computer die amplifizierten DNA. Nun folgt der letzte Schritt. In einem komplizierten PCR-Verfahren findet ein grösserer grauer Computer Fragmente die den Master of Science und sein Team interessieren. Also er entdeckt allfällige, kitzekleine Wurmteile.

Meine Freundin Lara. Die Dackeldame ist etwas älter als ich, etwas grösser und fast gleich schwer. Bei einer Dame verrät hund weder Alter noch Gewicht. (Foto: Daniela Friedli, ihrefotografin.ch)

Meine Freundin Lara. Die Dackeldame ist etwas älter als ich, etwas grösser und fast gleich schwer. Bei einer Dame verrät hund weder Alter noch Gewicht. (Foto: Daniela Friedli, ihrefotografin.ch)

Du fragst nun, wie die von microsTECH denn wissen, ob das Verfahren funktioniert? Gute Frage, die stellten wir auch. Obwohl, es könnte ja ein Betriebsgeheimnis sein. Nicolas Stüdle: «Ja, wie wissen wir ob die Tests funktionieren?» Er lächelt, krault mir kurz den Hals und sagt: «Bilbo, wir mischen der Suppe eine DNA bei, die bei uns unmöglich in den Kot gelangen kann. Und wenn wir diese spezielle DNA finden, wissen wir, dass alles funktioniert.» Ich muss den M. Sc. mit grossen Augen angeschaut haben. Deshalb sagt er: «Clever, gäll?»

Natürlich wollte ich noch wissen, in wie vielen der eingeschickten wurmCHECK-Dösli sich denn auch tatsächlich Parasiten tummelten. Der junge Berner Wissenschafter lächelte. «In all den vielen eingeschickten Proben finden wir selten Würmer. Jede Probe wird statistisch erfasst und wir können präzise sagen, wieviele positive und wieviele negativ sind.»

Okay Lara. Für uns spielt das keine Rolle .

Und wann schlägt der Computer Alarm? «Wenn wir DNA von Fuchsbandwürmern finden», sagt Nicolas Stüdle. «Die können auch den Menschen befallen.» Jetzt dreht sich der Chef angewidert ab.

Wichtig Lara: Wir müssen keine Pillen mehr schlucken. Nicolas Stüdle empfiehlt, stattdessen regelmässige wurmCHECKS zu machen. «Was heisst regelmässig?», fragt der Chef. «Nun» sagt Nicolas Stüdle, «das kommt drauf an, was der Hund frisst. Mäuse und Schnecken sind so genannte Wirte für Parasiten, Kot ist auch nicht gesund.»

Auf meinem Speisezettel stehen weder Mäuse noch Schnecken. Scheisse fresse ich ebenfalls nicht. Aber Hasenohren. Getrocknete. Die sind cool zum Kauen. Und wegen der Regelmässigkeit, also wie oft ich nun wurmCHECKS mache, das schreibe ich dann an dieser Stelle. Der Chef und ich gehen von einem Vier-Monats-Rhythmus aus.

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